Blutwerte verbessern mit Fasten: Das sagt die Wissenschaft

 

Ob aufgrund von diffusen Symptomen, vor einer OP oder mit dem zweijährigen Allgemeinen Gesundheits-Checkup ab dem 35. Lebensjahr: Früher oder später wird jeder einmal mit seinen Blutwerten konfrontiert. Steht es dabei um die eigene Gesundheit nicht besonders gut, spiegelt sich das auch in den Blutwerten wider. Hierauf folgt dann meist der ärztliche Rat, mehr auf einen gesünderen Lebenswandel zu achten, damit sich die Blutwerte verbessern. Aber wie macht man das am besten? Und wie lange dauert das? Kann Fasten vielleicht helfen, die Blutwerte zu verbessern? Das sagt die Wissenschaft dazu.

Wie setzt sich das Blutbild überhaupt zusammen?

Eine zentrale Aufgabe des Blutes ist es, alle Zellen des Körpers mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Denn nur so können die einzelnen Organe optimal funktionieren. Die Nährstoffe bezieht das Blut dabei in erster Linie aus den Nahrungsmitteln.

Auch gelangen so Stoffe in den Körper, die ihm schaden. Sei es durch zu viel Zucker, ungesunde Fette oder Gifte wie Alkohol: All diese Stoffe werden, ebenso mit dem Blutkreislauf transportiert und lösen Reaktionen in den Organen aus. Die dadurch entstehenden biochemischen Verbindungen sind im Blut messbar.

Ein dritter Faktor, der Einfluss auf die Blutwerte hat, sind Hormone. Sie werden entweder aufgrund der psychischen Verfassung (z.B. Cortisol) oder durch die Ernährung (z.B. Insulin) vom Körper ausgeschüttet.

Diese Faktoren beeinflussen nicht zuletzt auch die Anzahl der weißen und roten Blutkörperchen, die im kleinen und großen Blutbild gemessen werden und geben so Rückschlüsse auf die gesundheitliche Verfassung.

Das sind die Ursachen für schlechte Blutwerte

Der Hauptgrund für schlechte Blutwerte ist damit meistens der eigene Lebenswandel aufgrund folgender Faktoren:

  • zu viel Stress
  • Depression
  • ungesunde Ernährung (zu viel tierische Fette und Zucker, Nährstoffmangel)
  • zu wenig Bewegung
  • Konsum-Gifte (Zigaretten, Alkohol, Drogen)
  • zu wenig Sonne

Aber nicht immer liegt es am eigenen Verhalten. Denn werden all diese Dinge als Ursache ausgeschlossen, können schlechte Blutwerte auch ein Indiz für eine beginnende Krankheit sein. Besonders in diesem Fall sind weitere ärztliche Untersuchungen dringend erforderlich.

Was sind die Symptome?

Meistens machen sich schlechte Blutwerte durch diffuse Symptome bemerkbar. Diese können unter anderem sein:

  • Ständige Erschöpfung
  • Herzrasen, Bluthochdruck
  • Schwindel
  • mangelnde Fitness
  • Schlafstörungen
  • anhaltende Leistungsschwäche
  • Haarausfall oder kaputtes Haar
  • trockene Haut

Was sind die langfristigen Folgen?

Zunächst die gute Nachricht: Gerade in jungen Jahren hat man — sofern nicht bereits eine schwere Erkrankung vorliegt — noch alle Möglichkeiten, seine Blutwerte zu verbessern. Behält man dann einen gesunden Lebenswandel dauerhaft bei, kann sich der Körper zumeist sogar vollständig wieder erholen.

Und genau das sollte man auch tun. Denn je länger die Blutwerte schlecht bleiben, desto höher ist das langfristige Risiko, im Verlauf seines Lebens einer schweren Krankheit zu erliegen, wie z.B.:

  • Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • Krebs und Autoimmunerkrankungen
  • Diabetes
  • Demenz

Außerdem beschleunigt ein schlechtes Blutbild insgesamt den biologischen Alterungsprozess, was ebenfalls altersbedingte Krankheiten begünstigt. Daher sollte man schlechte Blutwerte unbedingt ernst nehmen und entsprechend gegensteuern.

So kann man seine Blutwerte verbessern

  • Sport und ausreichend Bewegung in den Alltag integrieren (7500 Schritte am Tag, 2h Sport pro Woche): Regt den Stoffwechsel an, fördert die Entspannung, stabilisiert den Insulinspiegel und senkt den Cholesterin-Spiegel
  • Auf tierische Fette, Transfette und kurzkettige Kohlenhydrate verzichten (insbesondere Zucker und Weizenmehl) oder auf ein Minimum reduzieren: Stabilisiert den Insulinspiegel und das Cholesterin
  • Die Aufnahme von gesunden Fetten erhöhen: Leinöl, Olivenöl, Algenöl, Fischöl, Walnussöl und Nüsse. Sie stabilisieren das Cholesterin und beugen Omega 3 Mangel vor
  • Täglichen Obst- und Gemüseanteil erhöhen und Superfoods in den Speiseplan integrieren: Sorgt für eine ausgewogene  und nährstoffreiche Ernährung und wirkt Mangelernährung entgegen
  • Den Umgang mit Stress verbessern: Senkt den Blutdruck und den Cortisol-Spiegel
  • Gewicht reduzieren: Senkt das Cholesterin, den Blutdruck und erhöht die Insulin- und Leptin-Sensitivität
  • Alkohol und Zigaretten meiden: Beides ist in jeglicher Hinsicht schlecht für den Körper
  • Nahrungsergänzungsmittel: Allerdings nur bei chronischem Nährstoffmangel, der nicht mit normaler Ernährung behoben werden kann (z.B. Vitamin D Mangel). Hier aber vorher mit einem Arzt die richtige Dosierung abklären.

Wie lange kann es dauern, bis sich die Blutwerte auf diese Weise stabilisieren?

Das ist sehr individuell und hängt zum einen vom Ausgangszustand ab. Zum anderen ist natürlich ganz entscheidend, wie stark man seinen Lebenswandel und seinen Ernährungsstil zum Positiven verändert. Mit den oben genannten Methoden kann es Monate aber auch mehrere Jahre dauern. Daher kann es sich lohnen, frühestens nach 6 Monaten einen weiteren Bluttest zu machen. So kann man die Entwicklung des Blutbildes besser im Auge behalten.

Geht das nicht auch schneller?

Ja, das geht und zwar mit Fasten. (Eine ausgewogene Ernährung und Sport kann aber auch das Fasten auf Dauer nicht ersetzen.)

Fastencheck: welche gesundheitlichen Vorteile des Fastens sind für mich wichtig?

 

Auf diese Biomarker hat das Fasten Einfluss

Klinische und prä-klinische Studien haben ergeben, dass Fasten ganz besonders auf folgende Biomarker einen Einfluss hat:

  • Triglyzeride
  • Cholesterinspiegel (total, HDL und LDL) verbessert sich
  • Leptin- und Insulinsensitivität normalisieren sich wieder
  • CRP (c-reaktives Protein, Index für Körperentzündung) und Leukozytose werden reduziert
  • Blutdruck (systolisch und diastolisch) und Puls werden abgesenkt
  • Gewichtsverlust durch den Abbau von viszeralem Fett

Mit Fasten Blutwerte verbessern: Diese Methoden gibt es

Sowohl beim Intervallfasten, als auch beim mehrtägigen Heilfasten zeigen Studien, dass sich die Blutwerte normalisieren lassen. Dabei schließen sich die verschiedenen Methoden jedoch nicht aus. Vielmehr können sie sich in Kombination mit regelmäßigem Sport und einer gesunden Ernährung wunderbar ergänzen.

Intervallfasten bzw. intermittierendes Fasten sind dabei ausgezeichnete Methoden, die als dauerhafte Lösung kontinuierlich anwendbar sind. Hier ist zwar die eigentliche Fastenzeit nur auf 4–48 Stunden am Stück beschränkt. Dies summiert sich jedoch durch die langfristige Durchführung.

Das mehrtägige Heilfasten wird in regelmäßigen Abständen episodisch durchgeführt. Aufgrund der längeren Dauer werden die Effekte des Fastenstoffwechsels auf die Blutwerte deutlich intensiviert. Allerdings stellt für viele das traditionelle Heilfasten mit seinen 300–500 kcal am Tag einen radikalen Schritt dar. Zumal diese Form im Alltag nicht leicht durchzuführen und gerade beim erstem Mal Heilfasten ohne ärztliche Betreuung nicht unbedenklich ist.

ProLon® erleichtert den Einstieg in die Welt des Heilfastens

Um den Schritt zum Heilfasten möglichst einfach zu machen, hat Prof. Dr. Valter Longo in jahrzehntelanger Forschung die Scheinfasten-Diät (fasting mimicking diet) entwickelt. Klinische Studien bestätigen, dass sich bereits nach drei Zyklen der 5-Tage-Scheinfasten-Diät in drei aufeinanderfolgenden Monaten die Blutwerte normalisieren lassen.

Es gibt also mehrere Möglichkeiten mit Hilfe von Fasten die Blutwerte zu verbessern. Wer noch mehr über die unterschiedlichen Fastenmethoden und ihre gesundheitlichen Vorteile erfahren will, kann unseren kostenlosen Fastencheck machen, um herauszufinden, welche Vorteile des Fastens für die eigenen gesundheitlichen Ziele besonders relevant sind. So findet bestimmt jeder die richtige Fastenmethode für sich. 

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