Ist Fasten gut für das Herz? Das sollte man jetzt wissen!

Eines der hartnäckigsten Vorurteile beim Thema Fasten besagt: Aufgrund der starken Kalorienreduktion greife der Körper auf die Proteine im Herzmuskel zurück, um den Energiebedarf zu decken. Deshalb sei Fasten schlecht für das Herz. Doch es gibt in der medizinischen Forschung zahlreiche Studien, die zu einem gegenteiligen Ergebnis kommen: Dass das Fasten auf vielen Ebenen die Herzgesundheit fördern kann. Doch was stimmt jetzt wirklich? Hier gibt es nun den Faktencheck, wie Fasten sich auf die Herzgesundheit auswirken kann.

Wenn es ums Herz geht ...

Vorweg: Bei Problemen und Beschwerden mit dem Herzen bitte umgehend zum Arzt gehen! Denn wenn es um die Herz-Gesundheit geht, ist unbedingt fachärztlicher Rat gefragt, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen und dürfen. Die gute Nachricht: nicht immer müssen sofort blutdrucksenkende Mittel eingenommen werden. Zumal diese einen schweren Eingriff in den eigenen Organismus bedeuten und häufig mit vielen Nebenwirkungen einhergehen.

Oft reicht schon eine dauerhafte Umstellung hin zu einem gesünderen Lebensstil mit mehr Sport und einer ausgewogenen Ernährung. Damit einhergehend kann — falls nötig — auch eine Gewichtsreduktion viel bewirken. Genauso hilfreich ist der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten sowie das Reduzieren koffein- und taurinhaltiger Getränke auf ein gesundes Maß.

Auch Fasten kann das Herz stärken

Wer darüber hinaus noch mehr dafür tun will, um die Herz-Gesundheit auf schonende Weise zu unterstützen, für den kann auch Fasten eine Lösung sein. Und das sowohl in Form von dauerhaftem Fasten wie beim Intervall- oder intermittierenden Fasten oder in Form von periodischem Fasten wie dem Heil- oder Scheinfasten.

So wirkt sich Kalorienreduktion auf die Herzgesundheit aus

Als wissenschaftlich gesichert gilt, dass eine dauerhafte Kalorienrestriktion das kardiovaskuläre Risiko reduziert. Faktoren, die bei einer Kalorienreduktion die Herzgesundheit begünstigen, sind demnach:

  • erhöhte Insulinsensitivität
  • mittelfristige Senkung des Blutdrucks

Der Körper vermindert beim Fasten außerdem den Energieverbrauch, wodurch der Puls und der Blutdruck abgesenkt werden. Auch verringert die reduzierte Nahrungsaufnahme die Belastung des gesamten Organismus, da die Organe weniger Verdauungsarbeit leisten müssen.

Eine reine Kalorienreduktion ist jedoch nicht unproblematisch

Eine dauerhafte, reine Kalorienreduktion unter 1500 kcal ist allerdings aus folgenden Gründen problematisch:

  • sie ist schwer durchzuhalten
  • nach dessen Beendigung droht ein JoJo-Effekt
  • Gefahr einer Mangelernährung
  • erhöhtes Infektionsrisiko durch ein geschwächtes Immunsystem
  • Verlangsamung des Stoffwechsels

Diese Verlangsamung des Stoffwechsels wirkt dabei auch bei einer Normalisierung der Energiezufuhr lange nach.

Der Unterschied zwischen bloßer Kalorienreduktion und Fasten

Dem gegenüber kann eine kurzzeitige Kalorienreduktion wie beim periodischen Heilfasten mit 500 kcal pro Tag, schon nach wenigen Tagen das Risiko einer koronaren Herzerkrankung deutlich reduzieren. Anders als bei der bloßen Reduktion wird beim Heilfasten verstärkt darauf geachtet, dass der Körper durch eine kalorienarme, aber dafür nährstoffreiche Ernährung nicht unter einer Mangelernährung leidet. Auch wird durch die eintretende Autophagie — der Selbstreinigungsprozess der Zelle — das Immunsystem gestärkt (hier nachlesen, wann die Autophagie einsetzt).

So wirkt sich Fasten außerdem auf das Herz aus

Fasten stabilisiert den Cholesterinspiegel

Dauerhaftes Intervallfasten und — im besonderen Maße — das periodische Heilfasten senkt im Blut langfristig den Cholesterinspiegel (total: HDL und LDL). Das liegt zum einen daran, dass während der Fastenzeit keine weiteren Fette dem Körper zugeführt werden. Ein weiterer Grund ist, dass der Körper in den Fettstoffwechsel (Ketose) übergeht, womit er von seinen eigenen Fettreserven zehrt. Das wiederum hat einen stabilisierenden Einfluss auf die Blutfettwerte.

So reduziert sich das Risiko für weitere Ablagerungen (Arteriosklerose) und damit auch für Verengungen in den Blutgefäßen. Zusätzlich sollte man noch hochwertiges Omega 3 zu sich nehmen, z. B. Algenöl. Das verhindert das Absinken des „guten“ HDL-Cholesterins.   

Reduktion der Körperentzündungen

Studien zeigen, dass Fasten Entzündungen im Körper reduzieren kann — gemessen am c-reaktiven Protein. Das hat für den Blutkreislauf unter anderem zur Folge, dass sich die Wände der großen Arterien und der Halsschlagader durch entzündliche Veränderungen nicht länger verengen (mehr dazu hier). Wodurch auch der Druck aus den Blutgefäßen herausgenommen wird.

Außerdem hat die Reduzierung von entzündlichen Verengungen zur Folge, dass es — aufgrund eines gleichmäßigen Blutflusses — zu einem geringeren Risiko für Ablagerungen in den Blutgefäßen (Arteriosklerose) kommt. Denn beides zusammen — Bluthochdruck und Arteriosklerose — sind entscheidende Risiken für lebensbedrohliche Herz-Kreislauferkrankungen wie Schlaganfall, Lungenembolie und Herzinfarkt.

Fasten normalisiert die Größe des Herzmuskels

Das Herz ist ein zentraler Muskel, der sich weitgehend unabhängig von den Glukosespeichern mit Energie versorgt. So bezieht er hauptsächlich seine Energie aus Abbauprodukten der Ketose (Fettstoffwechsel). Leidet das Herz über einen langen Zeitraum hinweg unter Bluthochdruck, wächst dadurch der Herzmuskel übermäßig an. In diesem Fall spricht man von einer Hypertrophie. Dies kann durch Heilfasten bis zu einem gewissen Maße wieder rückgängig gemacht werden.

Kann Fasten dem Herz auch schaden? Das ist wirklich dran

Hier rührt womöglich der Mythos her, dass Fasten in gefährlicher Weise den Herzmuskel angreift und abbaut. Was aber ist nun wirklich dran?

Fakt ist, dass der Körper, wenn der Hungertod kurz bevorsteht, in einem letzten Überlebenskampf um Energiereserven auch die Proteine im Herzmuskel angreift. Bis es jedoch so weit kommt, greift er auf alle anderen körpereigenen Energiequellen zurück.

Heilfastet man also über einen längeren Zeitraum hinweg (ab 2 Wochen), kann es unter Umständen sein, dass der Körper in Ermangelung von Energiereserven auch den Herzmuskel angreift. Allerdings ist hier die Faktenlage nicht eindeutig.

Wer also ganz sicher gehen will, sollte daher entweder eine kürzere Fastenphase einlegen. Oder dies zumindest unter ärztlicher Aufsicht tun. Das heißt im Umkehrschluss, dass eine Fastenzeit von weniger als 14 Tagen bei normaler Herzgesundheit durchaus geeignet ist, den Zustand des Herzkreislaufsystems zu normalisieren.

Scheinfasten als sichere Alternative zum Heilfasten

Nun ist das traditionelle Heilfasten — trotz der zahlreichen Vorteile für die Gesundheit — mit seiner Kalorienrestriktion von maximal 500 kcal pro Tag für viele eine hohe Einstiegshürde. Diese Methode stellt aufgrund der starken Ernährungsumstellung sowohl psychisch als auch körperlich eine große Belastung dar. Weshalb sie sich nur schwer in den Alltag zu integrieren ist.

Um eben diese Einstiegshürde des Fastens deutlich zu reduzieren, hat der weltweit renommierte Ernährungsforscher und Gerontologe Prof. Dr. Valter Longo die Scheinfasten-Diät entwickelt. Diese bietet mit ihrer für eine Heilfastenkur verhältnismäßig hohen täglichen Energiezufuhr von 1200 (am ersten Tag) – 750 kcal (am letzten Tag) eine alltagstaugliche Alternative dar. Außerdem befindet sich alles, was man für eine fünftägige Fastenkur benötigt mit einfacher Anleitung in der Box. So kann man sofort loslegen und muss nichts dazu kaufen.

 

Wer noch mehr darüber erfahren möchte, warum Fasten für das körperliche Wohlbefinden so wichtig ist und worauf es bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung wirklich ankommt, kann hier ein Gratis-Exemplar des weltweiten Bestsellers „Iss dich jung“ vom weltweit renommierten Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Valter Longo bestellen.

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