Ist Sport beim Fasten ok?

Fasten und Sport: Gefährlich oder sogar notwendig?

Gerade beim ersten Mal Heilfasten stellt sich vielen die Frage: Fasten und Sport, sollte man das wirklich zusammen machen, oder lieber nicht? Schließlich will man den Stoffwechsel in Schwung halten und dem gefürchteten Muskelabbau entgegenwirken. Oder ist während der Fastentage doch besser Schonen angesagt, um die Gesundheit nicht zu gefährden?

Um es gleich vorwegzunehmen: Fasten und Sport schadet nicht

Grundsätzlich ist bei gesunder Verfassung gegen die Kombination aus Fasten und Sport nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Es bringt einige Vorteile für die Gesundheit mit sich. Der Herzkreislauf wird stabilisiert und man kann dem gefürchteten Abbau von Muskelmasse während dem Fasten entgegenwirken. (Der Muskelabbau findet beim Fasten allerdings in erheblich geringerem Ausmaß statt, als häufig befürchtet wird.) Darüber hinaus leert Sport in den ersten Fastentagen schneller die Glukose-Speicher. Das wiederum beschleunigt den Eintritt in die intensive Fettverbrennung.

Fasten und Sport: Nur in Maßen sinnvoll

Doch all diese Vorteile dürfen nicht dazu verleiten, während der Fastentage sportlich so richtig durchzustarten. Vielmehr sollte man während dieser Zeit in Sachen Sport ganz besonders auf die Bedürfnisse des Körpers hören. Zumal man dem Körper mit leerem Magen und aufgebrauchten Glukosespeichern ohnehin keine Höchstleistungen abverlangen kann. Daher ist während der Fastentage nur leichter, bis moderater Sport angesagt. Insgesamt sollte man sich optimalerweise an 70 % des gewohnten Leistungslevels orientieren.

Fastencheck: welche gesundheitlichen Vorteile des Fastens sind für mich wichtig?

Fasten und Sport: Weniger Muskeln durch mehr Muskel-Training?

Es mag zunächst paradox klingen. Aber übermäßige, körperliche Belastung kann während dem Fasten den Muskelabbau begünstigen. Das passiert dann, wenn der Körper durch das Training einen höheren Energiebedarf hat, als er durch den Abbau der eigenen Glukose- und Fettreserven abdecken kann. Ein erhöhtes Risiko dafür besteht besonders während dem 2. und 3. Fastentag. In diesem Zeitraum sind die Glykogenspeicher aufgebraucht. Gleichzeitig hat der Körper noch nicht genug Enzyme – Ketone – gebildet, um ausreichend von den eigenen Fettreserven zu zehren. Während dieser Phase greift er verstärkt auf die Proteine in den Muskeln als Energiequelle zurück.

Fasten und Sport: Auf den eigenen Körper zu hören, ist jetzt besonders wichtig

Daher ist es in diesen drei ersten Fastentagen besonders wichtig, während dem Sport auf das eigene Wohlbefinden zu achten. Der Körper stellt sich in der Zeit vom „normalen“ Glukose-Stoffwechsel auf den Fettstoffwechsel um. Das kann mit einer sogenannten Keto-Grippe in Form von Schwächegefühl, Magenknurren, Schwindel und Kopfschmerzen einhergehen kann.

Auch an den weiteren Fastentagen sollte man stets im Hinterkopf behalten, wie sportlich aktiv man sonst im Alltag ist. Sicherheitshalber ist es ratsam, ein bis zwei Gänge runterzufahren. Keinesfalls sollte man sich verausgaben. Wenn die eigene Leistungsfähigkeit nicht genau einzuschätzen ist, sollte spätestens dann mit Sport Schluss sein, wenn das Wohlbefinden spürbar abnimmt. Gerade Symptome wie Schwindel, Zitteranfälle, schwarz vor Augen oder kalter Schweiß sind klare Anzeichen dafür, jegliche Sportaktivitäten sofort einzustellen. Ein ausgewogener Wechsel zwischen Anstrengung und Entspannung ist ebenso wichtig.

Fasten und Sport: Diese Aktivitäten sind tabu

Gerade Sportarten, die mit einem erhöhten Verletzungsrisiko einhergehen oder besonders anstrengend sind, sollte man während des Fastens komplett von seiner Aktivitäten-Liste streichen. Zu diesen Sportarten gehören jegliche Arten von Extremsport wie Klettern, Kite-Surfen, Tauchen, aber auch Abfahrt-Skifahren, Höchstleistungssport und intensives Krafttraining.

Fasten und Sport: Diese Sportarten sind erlaubt

Bei normaler Fitness sind hingegen Sportarten wie Laufen, Joggen, Fahrradfahren, moderates Fitness-Training oder Schwimmen möglich. Welche Sportarten für die Fastentage individuell am besten geeignet sind, sollte man allerdings zur Sicherheit im Vorfeld mit dem Hausarzt beim Gesundheitscheck abklären.

Fazit: Moderaten Sport und auf den eigenen Körper hören

Fasten und Sport passen also nicht nur wunderbar zusammen, sondern können die gesundheitlichen Effekte zusätzlich verstärken, sofern man es nicht übertreibt. Wer Fasten und Sport noch effizienter miteinander verknüpfen möchte, kann auch auf das innovative Scheinfasten setzen.

Ein zentraler Unterschied zwischen dem klassischen Heilfasten und dem Scheinfasten-Programm ProLon® ist, dass durch die deutliche höhere Nahrungsaufnahme die körperliche Belastung durch das Fasten erheblich reduziert wird. Gleichzeitig sind die gesundheitlichen Vorteile nahezu identisch. Auch der innovative L-Drink, der aus einer patentierten Glycerin-Lösung besteht, wurde extra dafür entwickelt, um den Muskelabbau während dem Scheinfasten auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Die klinischen Studien zum Scheinfasten haben gezeigt, dass das Verhältnis zwischen Muskelmasse (lean body mass) und Gesamtkörpermasse sogar zunimmt. In diesen Studien wurde auf intensiven Sport verzichtet. Deshalb raten auch wir bei ProLon® zu moderater sportlicher Betätigung, um dem Körper eine kleine Auszeit zu geben. Nach den Fastentagen kann man ja wieder mit neuem Elan im Training voll durchstarten.

Einfach gesünder leben! - ProLon


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