Sport beim Fasten: Gefährlich oder sogar notwendig?

Gerade beim ersten Mal Fasten stellen sich viele Fragen. Auch beim Thema Sport ist oft unklar: Jetzt erst recht? Schließlich will man den Stoffwechsel in Schwung halten und dem gefürchteten Muskelabbau entgegenwirken. Oder sollte man sich während der Fastentage doch lieber schonen?

Um es gleich vorwegzunehmen: Sport schadet nicht…

Grundsätzlich ist bei gesunder Verfassung auch während der Fastentage nichts gegen Bewegung einzuwenden. Im Gegenteil: Es bringt einige Vorteile für die Gesundheit mit sich. Der Herzkreislauf wird stabilisiert, und man kann dem gefürchteten Abbau von Muskelmasse entgegenwirken. Der kann nämlich sonst unter Umständen durch den Wechsel von normalem Stoffwechsel in den Fastenstoffwechsel eintreten. Auch leert Sport die Glukose-Speicher und regt so die Fettverbrennung an. Was wiederum den Eintritt in die Ketose beschleunigt.

…aber keinen falschen Ehrgeiz zeigen:

Doch all diese Vorteile dürfen nicht dazu verleiten, während der Fastentage sportlich so richtig Gas zu geben. Vielmehr sollte man während dieser Zeit in Sachen Sport ganz besonders auf die Bedürfnisse des Körpers hören. Zumal man dem Körper mit leerem Magen und aufgebrauchten Glukosespeichern ohnehin keine Höchstleistungen abverlangen kann. Daher ist während der Fastentage nur leichter bis moderater Sport angesagt.

Weniger Muskeln durch mehr Muskel-Training?

Das klingt erst einmal paradox. Aber unter Umständen kann es sogar sein, dass die sportliche Betätigung genau zum gegenteiligen Effekt führt. Dies kann passieren, wenn der Körper durch das Training einen höheren Energiebedarf hat, aber nicht auf Glukose als schnelle Energiequelle zurückgreifen kann.

Hierbei ist es nicht ausgeschlossen, dass der Körper auf das Eiweiß in den Muskeln zurückgreift. Die wissenschaftliche Datenlage dazu ist allerdings noch unklar. Aber kein Grund zu großer Sorge: Es gibt auch Hinweise, dass sich verlorene Muskelmasse nach dem Fasten wieder schneller aufbauen lässt.

Darum sollte man genau auf seinen Körper hören

Gerade in den kritischen ersten drei Tagen ist es daher wichtig, ganz besonders vorsichtig zu sein. Denn während dieser Zeit stellt sich der Körper vom „normalen“ Glukose-Stoffwechsel in den Fastenstoffwechsel um. Was mit Schwächegefühl, Magenknurren, Schwindel und Kopfschmerzen einhergehen kann.

Auch sollte man berücksichtigen, wie sportlich aktiv man sonst im Alltag ist und dann sicherheitshalber ein bis zwei Gänge runterfahren. Man sollte sich keinesfalls verausgaben, wenn die eigene Leistungsfähigkeit nicht genau einschätzen ist oder man sich dabei nicht wohl fühlt. Gerade Symptome wie Schwindel, Zitteranfälle, schwarz vor Augen oder kalter Schweiß sind klare Anzeichen dafür, jegliche Sportaktivitäten sofort einzustellen. Ein ausgewogener Wechsel zwischen Anstrengung und Entspannung ist ebenso wichtig.

Diese Sportarten sind tabu

Gerade Sportarten, die mit einem erhöhten Verletzungsrisiko einhergehen oder besonders anstrengend sind, sollte man während des Fastens komplett von seiner Aktivitäten-Liste streichen. Zu diesen Sportarten gehören jegliche Arten von Extremsport wie Klettern, Kite-Surfen, Tauchen, aber auch Abfahrt-Skifahren und Höchstleistungssport.

Diese Sportarten sind erlaubt

Bei normaler Fitness sind hingegen Sportarten wie Laufen, Joggen, Fahrradfahren, moderates Fitness-Training oder Schwimmen möglich. Welche Sportarten für die Fastentage individuell am besten geeignet sind, sollte man allerdings zur Sicherheit im Vorfeld mit dem Hausarzt beim Gesundheitscheck abklären.

Fazit: Moderaten Sport und auf den eigenen Körper hören

Ein zentraler Unterschied zwischen dem klassischen Heilfasten und dem Scheinfasten mit ProLon® ist, dass durch die etwas höhere Nahrungsaufnahme der Abbau von Muskelmasse minimiert werden soll. Auch der L-Drink, der aus pflanzlichem Glycerin besteht, soll dem Körper Extra-Energie zur Verfügung stellen. Dadurch wird das Eiweiß nicht aus den Muskeln herangezogen.

Die klinischen Studien zum Scheinfasten haben gezeigt, dass das Verhältnis zwischen Muskelmasse (lean body mass) und Gesamtkörpermasse sogar zunimmt. In diesen Studien wurde auf intensiven Sport verzichtet. Deshalb raten auch wir zu moderater sportlicher Betätigung, um dem Körper eine kleine Auszeit zu geben. Besser nach den Fastentagen wieder mit neuem Elan in das Training starten.

Mit der ProLon® Community kommunizieren

ProLon Fasten gone wrong

Wie viel Sport ist beim Fasten erlaubt, warum eigentlich der L-Drink und bin ich die einzige Person, die den Hibiskus-Tee beim Öffnen zerreißt? Wir sind überzeugt, dass die meisten Fragen bereits in der internationalen ProLon® Community gestellt und auch beantwortet wurden. Deshalb möchten wir alle einladen, das Potential der gesamten Community zu nutzen, um sich und seiner Gesundheit einen Schub zu geben. In unserer deutschsprachigen Facebook-Gruppe gibt es die Möglichkeit, sich gegenseitig auszutauschen oder einfach Tpps von erfahrenen ProLon® Usern einzuholen. Die ProLon-Gruppe Fastination aus den USA zeigt sehr schön, wie hilfreich der wechselseitige Support ist.

 



Related Posts

Autophagie: Wann setzt sie beim Fasten ein?
Autophagie: Wann setzt sie beim Fasten ein?
Die Autophagie, die Zellreparatur, ist wohl eines der faszinierendsten Dinge, wenn es um das Thema Fasten geht. Nicht...
Mehr erfahren
Gute Vorsätze umsetzen: die 5 häufigsten Fehler und wie man sie vermeidet
Gute Vorsätze umsetzen: die 5 häufigsten Fehler und wie man sie vermeidet
Ob endlich mehr Zahnseide benutzen oder die Socken sortieren: Jeder hat so seine eigenen, guten Vorsätze für das neue...
Mehr erfahren
Schokolade zum Fasten! Darum ist das kein Widerspruch ...
Schokolade zum Fasten! Darum ist das kein Widerspruch ...
Wie kaum ein anderes Genussmittel steht die Schokolade für ungesundes Frustfuttern und Heißhunger. Ebenso für die ver...
Mehr erfahren